Hypnosetherapie – Ein Weg, seine Ängste und Phobien zu überwinden: Prof. Wolfgang Schäberle im Interview

Hypnosetherapie ist eine Möglichkeit, um seine Ängste und Phobien zu überwinden. Sie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das bei der Behandlung von Phobien, Traumata und psychosomatischen Beschwerden eingesetzt wird. Die Hypnosetherapie taucht tief in das Unterbewusstsein ein, um Ängste zu lindern und Blockaden zu lösen. Doch wie genau funktioniert dieser Prozess, und welche Rolle spielt das Unterbewusstsein dabei, Ängste abzubauen? Dazu haben wir mit Prof. Wolfgang Schäberle gesprochen. Prof. Wolfgang Schäberle ist Lehrender der IB Hochschule für Gesundheit und Soziales und forscht im Rahmen des Forschungsprojekts „Nachhaltigkeit von medizinischer Hypnosetherapie".
Lieber Herr Schäberle, in Ihrem Interview sprechen Sie von der erfolgreichen Anwendung von Hypnose bei der Behandlung von Schlangenphobien. Wie genau funktioniert dieser Prozess? – In der Hypnose findet der Patient Zugang zu seinem Unterbewusstsein. Man kann den hypnotischen Zustand vielleicht so beschreiben, wie kurz vor dem Einschlafen. Völlig entspannt und bei sich angekommen. Insbesondere die mit der Phobie verbundenen Emotionen und ursächliche Situation sind in der Hypnose auffindbar und werden direkt neutralisiert. Dabei genügen in der Regel 2-3 Sitzungen.
Sie erwähnten, dass Sie mit der Regressionstechnik in der Hypnose arbeiten, um Patienten zu helfen, die Ursachen ihrer Ängste zu identifizieren. – „In der Regressionshypnose wird im Unterbewusstsein die ursächliche Situation gesucht. Diese kann wenige Jahre oder bis zur frühkindlichen Zeit zurückliegen. Entscheidend ist, zunächst die verknüpften Emotionen zu finden. Diese führen zur ursächlichen Situation. Meistens haben die Patienten eine andere bewusste Erinnerung daran und sind nach der Hypnose sehr überrascht, da sie sich an die tatsächlich ursächliche Situation nicht erinnern können oder diese nicht im Zusammenhang mit der Phobie gesehen haben."
Hypnose wird oft noch skeptisch betrachtet. Welche wissenschaftlichen Grundlagen und Studien stützen die Wirksamkeit der Hypnosetherapie? – „Wissenschaftlich ist die Hypnosetherapie seit 2006 vom Wissenschaftlichen Beirat als eine wissenschaftlich begründete psychotherapeutische Methode anerkannt. Dies ist ein hohes Gütekriterium. Zudem gibt es über 200 international wissenschaftliche Studien, die die Wirkungsweise der Hypnosetherapie belegen. Übrigens dürfen in Deutschland nur approbierte Psychotherapeuten, Ärzte oder Heilpraktiker Hypnosetherapie anwenden."
Die Hypnosetherapie zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, psychologische Methoden fundiert zu erforschen und anzuwenden. Wer sich für die faszinierende Welt der Psychologie und die Arbeit mit dem menschlichen Bewusstsein interessiert, hat die Möglichkeit, an unserer Hochschule einen Studienplatz in Angewandter Psychologie zu sichern.
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